Die kurze Antwort
Klein, ruhig, in einem gedeckten Naturton, mit abnehmbarer Kette. Klein, weil eine Hochzeit sitzend stattfindet. Ruhig, weil die Braut die einzige sein darf, die auffällt. Mit Kette, weil man zwischen Kirche, Foto und Tanz ständig die Hände braucht.
Auf einer Hochzeit ist die beste Tasche die, an die sich niemand erinnert.
Warum klein hier wirklich klein heißt
Der Ablauf ist eng getaktet: Kirche, Empfang, Essen, Tanz. Dazwischen wird die Tasche nicht abgestellt, sondern getragen oder auf den Schoß gelegt. Alles über Handtaschengröße stört beim Sitzen und liegt spätestens beim Essen im Weg.
Was hineinmuss, ist ohnehin wenig: Telefon, Lippenstift, Taschentücher, ein Reservestrumpf. Der Rest bleibt im Auto oder im Hotelzimmer.
Farbe: die drei Fallen
Sicher sind gedeckte Naturtöne: Cognac, Haselnuss, Tabak. Sie stehen zu fast jedem Dirndl, sie fallen auf keinem Foto auf, und sie wirken gepflegt statt geplant.
- Weiß und Creme sind der Braut vorbehalten — das gilt für die Tasche genauso wie für das Kleid.
- Knallfarben ziehen auf Fotos das Auge auf sich und stehen dann für immer im Album. Was in der Kirche noch fröhlich wirkt, wirkt auf dem Gruppenbild wie ein Fleck.
- Zu viel Gold neben dem Trauring wirkt schnell überladen. Ein einzelner warmer Beschlag genügt.
Warum die abnehmbare Kette den Unterschied macht
Eine Hochzeit besteht aus lauter Momenten, in denen man zwei Hände braucht: Gratulieren, Sektglas halten, Reis werfen, tanzen. Eine Tasche, die man dabei ablegen muss, wird verlegt.
Mit Kette hängt sie über der Schulter und ist außer Sichtweite. Ohne Kette wird sie zur Clutch für den Empfang und das Foto. Beides an einer Tasche zu haben ist der eigentliche Vorteil.
Als Braut selbst
Die Braut trägt am Tag meist gar keine Tasche — eine Trauzeugin übernimmt. Wenn doch, dann eine sehr kleine in Naturton, die auf den Fotos nicht mit dem Kleid konkurriert.
Ein praktischer Hinweis, der öfter zählt als jede Stilfrage: eine Tasche, die man abstellen kann, ohne dass sie umkippt. Sonst steht sie den ganzen Abend auf einem Stuhl.
Die Packliste für den Tag
- Telefon, lautlos gestellt.
- Lippenstift — der einzige Nachbesserer, der sich lohnt.
- Taschentücher. Es wird geweint, verlässlich.
- Ein Ersatzstrumpf, wenn die Feier lang wird.
- Zwei Pflaster für die Schuhe. Nichts ruiniert einen Hochzeitsabend zuverlässiger.
Häufige Fragen
Welche Tasche passt zum Dirndl auf einer Hochzeit?
Eine kleine in gedecktem Naturton mit abnehmbarer Kette. Klein, weil eine Hochzeit überwiegend sitzend stattfindet, und ruhig, damit sie auf den Fotos nicht auffällt.
Darf man als Gast eine weiße Tasche tragen?
Besser nicht. Weiß und Creme bleiben der Braut vorbehalten — das gilt für Accessoires ebenso wie für das Kleid.
Trägt die Braut selbst eine Tasche?
Meist nicht. In der Regel übernimmt eine Trauzeugin. Wenn doch, dann eine sehr kleine in Naturton, die dem Kleid nicht die Aufmerksamkeit nimmt.
Wie groß darf die Tasche zur Trachtenhochzeit sein?
Handtaschengröße. Alles darüber stört beim Sitzen und beim Essen, und mehr als Telefon, Lippenstift und Taschentücher braucht der Tag nicht.
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Neun handgeflochtene Korbtaschen aus Rattan, veredelt in Kufstein. Je 99 Stück.


