Die kurze Antwort
In eine wiesntaugliche Tasche passen Geldbörse, Telefon, Schlüssel, Lippenstift, Taschentücher und ein Haargummi. Das ist kein Kompromiss, das ist der vollständige Bedarf eines Festtages.
Alles, was darüber hinausgeht, ist entweder am Körper besser aufgehoben oder gehört in die Gepäckaufbewahrung. Die Regel zwingt zu einer Ordnung, die den Tag angenehmer macht — man sucht nichts mehr.
Sechs Dinge. Mehr braucht der Tag nicht.
Was wirklich mit muss
- Geldbörse — klein. Eine Karte, ein Ausweis, Bargeld. Die Bedienungen rechnen in bar ab, und an manchen Ständen gibt es gar nichts anderes.
- Telefon. Am besten geladen; im Zelt ist der Empfang schlecht und der Akku deshalb schneller leer als sonst.
- Schlüssel. Wohnung, mehr nicht — den Autoschlüssel braucht an diesem Tag ohnehin niemand.
- Lippenstift. Der einzige Kosmetikartikel, der sich über den Tag wirklich lohnt.
- Taschentücher. Zelte sind laut, warm und staubig.
- Ein Haargummi. Nach der vierten Stunde ist jede Flechtfrisur froh darüber.
Was zu Hause bleibt
Die Powerbank ist der häufigste Fehlgriff: Sie ist schwer, sie ist groß, und sie kostet genau den Platz, den man später für etwas anderes braucht. Wer sein Telefon morgens voll lädt und den Flugmodus nutzt, kommt durch den Tag.
Ebenso wenig mitzunehmen: Regenschirm, zweite Schuhe, Kamera, Wasserflasche, Bücher. Die Wasserflasche wird am Eingang ohnehin einkassiert.
Wer eine Powerbank einpackt, hat schon verloren — sie frisst ein Drittel der erlaubten Menge.
Wohin mit der Jacke
Die Jacke ist das eigentliche Problem, nicht die Tasche. Sie passt in keine erlaubte Größe, und im Zelt wird sie zur Last.
Am Festgelände gibt es bewachte Garderoben und eine Gepäckaufbewahrung. Beides kostet wenig und spart den ganzen Tag Ärger. Wer mit dem Zug anreist, gibt an der Station ab und kommt mit leeren Händen.
Die zweite Möglichkeit: eine Strickjacke statt einer Jacke. Sie lässt sich über die Stuhllehne hängen und sieht zum Dirndl ohnehin besser aus.
Wie man richtig packt
- Flaches nach hinten, Sperriges nach vorn — so findet die Hand blind, was sie sucht.
- Das Telefon nicht ganz unten: Man greift danach am häufigsten.
- Schlüssel in ein Innenfach oder an einen Karabiner. Nichts geht auf einem Volksfest leichter verloren.
- Nichts Spitzes lose hineinwerfen — es scheuert von innen am Futter.
Und wenn doch mehr mit muss
Es gibt Tage, an denen man Medikamente, ein Blutzuckermessgerät oder ein Asthmaspray dabeihaben muss. Solche Fälle sind ausdrücklich vorgesehen: Medizinisch notwendige Gegenstände sind von der Größenregel ausgenommen. Man spricht die Sicherheitsleute am Eingang einfach darauf an.
Alles zur erlaubten Größe steht im Beitrag über die Wiesn-Taschenregel — dort gibt es auch einen Rechner für die eigene Tasche.
Häufige Fragen
Wie viel passt in drei Liter?
Geldbörse, Telefon, Schlüssel, Lippenstift, Taschentücher und ein Haargummi passen bequem. Nicht mehr hinein geht eine zusammengelegte Jacke, eine Wasserflasche oder eine Powerbank.
Darf man Wasser mit auf die Wiesn nehmen?
Nein. Getränke werden am Eingang abgenommen — auch verschlossene Wasserflaschen. Trinkwasser gibt es auf dem Gelände kostenlos an Brunnen und in den Zelten.
Wohin mit der Jacke auf dem Oktoberfest?
In die bewachte Garderobe oder die Gepäckaufbewahrung am Festgelände. Die günstigere Lösung ist eine Strickjacke, die über der Stuhllehne hängt.
Sind Medikamente von der Taschenregel ausgenommen?
Ja. Medizinisch notwendige Gegenstände wie Medikamente, Messgeräte oder Sprays sind ausdrücklich erlaubt, auch wenn die Tasche dadurch größer ausfällt. Am Eingang kurz ansprechen.
Braucht man auf der Wiesn Bargeld?
Ja. In den Zelten wird überwiegend bar abgerechnet, und an vielen kleinen Ständen ist Karte gar nicht möglich. Wer bar zahlt, wartet außerdem kürzer.
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Neun handgeflochtene Korbtaschen aus Rattan, veredelt in Kufstein. Je 99 Stück.


