Was das Wort bedeutet
„Dirndl“ ist im Bairischen und Österreichischen die Verkleinerung von „Dirn“, einem alten Wort für junges Mädchen oder Magd. Das Kleid hieß ursprünglich „Dirndlgwand“, also das Gewand der Dirndl. Mit der Zeit wurde der Name des Mädchens zum Namen des Kleides.
Vom Arbeitskleid zum Festkleid
Ursprünglich war das Dirndl das einfache Alltagskleid von Mägden und Bäuerinnen im Alpenraum: ein Mieder, ein weiter Rock, eine Schürze, aus robusten Stoffen. Die Schürze schützte das Kleid bei der Arbeit, das ist bis heute der Grund, warum sie zum Dirndl gehört.
Ende des 19. Jahrhunderts entdeckten Städterinnen auf Sommerfrische in den Bergen das Dirndl für sich. Aus dem Arbeitskleid wurde Mode, in feineren Stoffen und Farben. Im 20. Jahrhundert wurde das Dirndl zum Inbegriff alpiner Kleidung, und seit den 2000er-Jahren erlebt es mit dem Oktoberfest einen neuen Aufschwung, auch bei jungen Frauen.
Die Schürze war zuerst Arbeitsschutz, dann Schmuck.
Dirndl und Tracht: der Unterschied
Tracht im engeren Sinn ist die überlieferte Kleidung einer bestimmten Region oder eines Tales, mit festen Farben, Schnitten und oft Regeln, wann sie getragen wird. Das Dirndl ist eine Grundform, die es in unzähligen Varianten gibt, von der echten regionalen Tracht bis zum modischen Wiesn-Dirndl.
| Regionale Tracht | Modisches Dirndl | |
|---|---|---|
| Herkunft | ein Ort oder Tal | überall im Alpenraum und darüber hinaus |
| Farben, Schnitt | überliefert, oft festgelegt | frei |
| Anlass | Feste, Kirche, Vereine | Wiesn, Hochzeit, Ball, Ausflug |
Tracht in Tirol und Österreich
Fast jede Region in Österreich hat eigene Trachten, oft sogar einzelne Täler. In Tirol unterscheiden sich etwa die Trachten des Zillertals, des Ötztals oder des Wipptals in Farben, Hüten und Details. Bekannt über die Landesgrenzen ist das Ausseer Dirndl aus dem steirischen Salzkammergut mit seinen typischen Farben. Wer echte regionale Trachten sehen will, findet in Innsbruck im Tiroler Volkskunstmuseum eine große Sammlung.
Viele Trachtenvereine und Musikkapellen tragen bis heute ihre Ortstracht. Wer keine Ortstracht hat, trägt zu Festen meist ein Dirndl.
Und die Tasche?
In der alten Tracht trugen Frauen kleine Beutel unter der Schürze oder einen Korb in der Hand, wenn sie auf den Markt gingen. Die geflochtene Korbtasche zum Dirndl greift diese Tradition auf. Mehr dazu unter Korbtasche zum Dirndl und Tasche am Dirndl tragen. Unsere Korbtaschen in Rattan-Optik bekommen in Kufstein Innenfutter aus grün-rotem Tiroler Stoff.
Häufige Fragen
Was bedeutet das Wort Dirndl?
Es ist die bairisch-österreichische Verkleinerung von „Dirn“, einem alten Wort für junges Mädchen oder Magd. Das Kleid hieß ursprünglich „Dirndlgwand“.
Woher kommt das Dirndl?
Aus dem Alpenraum, als Arbeitskleid von Mägden und Bäuerinnen. Ende des 19. Jahrhunderts wurde es durch Städterinnen auf Sommerfrische zur Mode.
Was ist der Unterschied zwischen Dirndl und Tracht?
Tracht ist die überlieferte Kleidung einer bestimmten Region mit festen Farben und Schnitten. Das Dirndl ist eine Grundform, die es von der echten Ortstracht bis zum modischen Wiesn-Dirndl gibt.
Warum gehört eine Schürze zum Dirndl?
Weil das Dirndl ursprünglich ein Arbeitskleid war und die Schürze das Kleid schützte. Heute ist sie Schmuck und zeigt mit der Schleife sogar den Beziehungsstatus.
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